Der Leuchtturm

Titel:
Der Leuchtturm

Erscheinungsjahr: 2017 /// Verlag: Folio
159 Seiten, schön hergestellte Ausgabe
26.90 CHF

Paolo Rumiz hat mir gerade Stunden und Tage grossartiger Lektüre beschert. So will ich Literatur: Ich unterhalte mich so gut, wie bei einem Jack London-Roman, reise auf 160 Seiten durch Welten, Galaxien und die Wüsten und Meere in mir selber; mein Horizont erweitert sich im Fortschreiten des Buches und es wir mir schon bald einmal Bange darum, auf der letzten Seite von Bord gehen zu müssen. Jeder Satz, jedes Wort ist wie süsser Malvasier, der unter einem glasklaren Sternenhimmel die Kehle hinunterrinnt. Weil für einmal der Klappentext den Inhalt auf den Punkt bringt, übernehme ich ihn hier ungefiltert: »Auf einer winzigen Insel im Mittelmeer, deren Felsen steil abfallen und wo Schiffe nur bei ruhiger See anlegen können, ragt ein einsamer Leuchtturm empor. Wie ein Zyklop sucht er mit seinem Auge den nächtlichen Horizont ab, ein fixer und unentbehrlicher Orientierungspunkt für Generationen von Seefahrern. Drei lange Wochen bringt Rumiz, der ruhelose Wanderer, dort zu und sucht wie der Lichtstrahl nachts den Himmel und tags den Horizont ab. Er lernt, das Aufkommen eines Gewitters zu erkennen, dem Wind zuzuhören, mit den Möwen zu fliegen, mit dem Esel zu reden. Und er denkt über das Mittelmeer als Kulturraum von Triest bis in den Libanon nach, als Ort des Austauschs, des Handels, der Kriege bis heute, mit eigener Lingua franca. Diese bewegungslose Reise wird zum Abenteuer des Geistes.«