Reynolds, Simon

Glam
Glitter Rock und Art Pop von den Siebzigern bis ins 21. Jahrhundert

Verlag: Ventil Verlag / Erscheinungsjahr: 2017 / 700 S. / Kartonierter Einband (Kt) / H23.1 cm x B15.9 cm x D4.5 cm 1'201 g

Klappentext

Nach seinem bahnbrechenden Buch »Retromania« legt der wohl bedeutendste Poptheoretiker der Gegenwart mit "Glam" nun das Standardwerk zu diesem faszinierenden Musikstil vor. Eine Kulturgeschichte der eigenwilligen Mode und schrägen Stars, die bis heute maßgeblichen Einfluss auf die Popkultur haben. David Bowie, T. Rex, Alice Cooper und Roxy Music feierten mit Glam das Künstliche und das Spektakel und grenzten sich so von den immer gleichen Rockbands ihrer Zeit ab. Glam war also mehr als nur ein buntes Spiel, er war das erste kulturelle Auflehnen gegen die in Langeweile erstarrte Rockmusik - Jahre vor Punk. Simon Reynolds lädt die Leser zu einer Bildungsreise durch die frühen Siebziger ein, in die Zeit der Glitzerkostüme, des Make-ups und der aufregenden Musik. Dabei bettet das Buch Glam in den größeren kulturellen und politischen Kontext ein, in eine Zeit des sozialen Umbruchs und der politischen Desillusionierung. Und es erzählt die Geschichte eines Bruches, den Künstler wie Lou Reed, die New York Dolls, Queen oder die Sparks mit der Hippie-Generation vollzogen haben, indem sie das Künstliche über das Authentische und das "Wahre" stellten. Abschließend verfolgt Reynolds die Spuren von Glam bis in die Gegenwart und findet bei Künstlerinnen wie Lady Gaga ähnliche Strategien, etwa der Androgynität oder Dekadenz. "Glam" zeigt, dass der Art Pop der Siebziger auch heute noch die Popkultur prägt.

Zur Autorin / Zum Autor

Simon Reynolds wurde 1963 in London geboren. Er lebt mittlerweile in seiner Wahlheimat Los Angeles. Neben den Standardwerken »Retromania« und »Rip It Up And Start Again« über die Post-Punk-Ära hat er u.a. gemeinsam mit seiner Ehefrau Joy Press »The Sex Revolts - Gender, Rebellion & Rock'n'Roll« geschrieben. Reynolds arbeitet für »The Wire«, »New York Times«, »The Guardian«, »Rolling Stone« und hat mit »Blissblog« eine eigene Netzpräsenz.