Telegramm

Ostern 2021

Geschätzte Kundschaft, liebe Leserinnen und Leser, Ostern ist nah, jeder Sonnenstrahl zählt.
Willkommen in der Buchhandlung als Insel mitten auf der Baustelle. Das Haus ist eingerüstet, von allen Seiten her dröhnt und hämmert und rumort es. Das Gegenteil von Stille. Das Gute daran: es geht vorbei. Bald schon ist das Schlimmste ausgestanden. Bis dorthin übe ich mich und ihr euch mit mir in der Kunst des Ausblendens. Ich staune immer wieder darüber, wie gut das funktioniert. Dereinst dann, im späten Sommer, wird das Haus zum prächtigen Leuchtturm in der Josefstrasse.

Der Innerschweizer – Pflicht- und Lustlektüre

Es gibt nicht viele Bücher, die auf 720 Seiten dem Leser, der Leserin jene Achterbahnfahrt der Gefühle beschert, um die es bei toller Literatur immer geht. Der Roman des 50-jährigen Basler Autors Urs Zürcher zählt zu diesen Genüssen. 10 Jahre Geschichte (1979-1989) in Tagebuchform am Tisch einer WG verhandelt, solcherart, dass sie uns mitreisst, die Jahre erzählt, wie sie waren, aber noch mehr, wie sie auch hätten sein können, dazwischen Gott und die Welt, die Liebe und die Poesie, Küche und Matratze, Utopie und Niedertracht verhandelt. Ganz, ganz grosses Kino. Unbedingt lesen.