Und was ich dir noch erzählen wollte

Titel:
Und was ich dir noch erzählen wollte

Erscheinungsjahr: 2021 /// Verlag: aki
123 Seiten
CHF 27.00

Es gibt wunderschöne Bücher über traurige Themen. Eines der schönsten mir bekannten – neben Susanna Schwagers »Lamento« – ist Dorothy Gallaghers »Und was ich dir noch erzählen wollte.« Nach dem Tod ihres Mannes, der an multipler Sklerose gelitten hatte, schrieb die 1935 geborene Autorin ein Erinnerungsbuch. Erlebte, gewünschte Erinnerungen, schmetterlingshaft flatternd zwischen Vergangenem, Vergessenen, Versäumtem und immer wieder aus dem Jetzt Gespiesenen. Fragmente, zu einem munter dahinfliessenden Text verwoben, eine Liebeserklärung jenseits aller Tristezza. Gallagher schreibt Wort um Wort, Satz um Satz eine Welt zwischen zwei Menschen, die die Summe von allem ist, grandios beschrieben im Bild einer Fotografie, die die Erzählerin nicht gemacht, die aber darin, wie sie erzählt ist, wirklicher wird, als sie auf Papier je hätte sein können. Einmal gelesen, werden wir dieses Bild nie mehr vergessen. Für einmal will ich aus dem Verlagstext zitieren, weil er so treffend ist: »Was Dorothy Gallagher hier erzählt, mag gewöhnlich erscheinen, doch wie sie es tut, lakonisch und tiefgründig, ist einmalig. Dieses schmale, zutiefst berührende Buch entfaltet die Beziehungsgeschichte eines Paares, Logik und Mysterium ihres Zusammenseins, erzählt von unheilbarem Verlust und unendlicher Liebe und destilliert so die Essenz des Lebens.«
Dorothy Gallaghers kleines Buch ist ein Schatz. Lesen Sie es. Verschenken Sie es. Werden Sie glücklich damit.