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Boy Erased

Titel:
Boy Erased

Erscheinungsjahr: 2018 /// Verlag: Secession
330 Seiten
32.00 CHF

Es gibt Verlage, deren Programm man fast unbesehen in die Hand nehmen und lesen kann. Jedes Buch eine Reise in unbekanntes Land, weit weg von ausgetretenen Wegen. Garrard Conleys »Boy Erased«, diese autobiographische Erzählung mit der Sprengkraft einer Handgranate, ist ein weiteres Beispiel dafür. Auf der Verlagsseite steht: »2004 in Arkansas im sogenannten Bible Belt der USA: Ein Bekannter outet den neunzehnjährigen Garrard Conley gegen seinen Willen vor den Eltern als homosexuell. Seit Jahren schon kämpft Conley gegen die Scham, die ihm als einzigem Sohn eines Baptistenpredigers eingeimpft ist. Er selbst ist tief verwurzelt in einer christlich-fundamentalistischen Gemeinde, in einer Gesellschaft, die die Bibel beim Wort nimmt, in der nichts geduldet wird, was nicht der unabänderlichen Norm entspricht. Unvermittelt steht er vor der Entscheidung seines Lebens: Stimmt er einer Konversionstherapie zu, einem kirchlichen Programm, das ihn in zwölf Schritten von seiner Homosexualität ›heilen‹, von unreinen Trieben säubern, seinen Glauben festigen und aus ihm einen ex-gay machen soll, oder riskiert er, seine Familie, seine Freunde und den Gott, zu dem er an jedem Tag seines Lebens gebetet hat, zu verlieren? Soll er sein äußeres Leben auslöschen oder sein Inneres?« und »Dieser Lebensbericht lässt einen frieren angesichts der Kälte, mit der Fundamentalisten in den USA anderen ihre Ideologie überstülpen. Aber »Boy Erased« ist auch ein Zeugnis der Liebe, die trotzdem überleben kann.« Dem kann ich nur hinzufügen: Zusammen mit den Romanen von Eduard Louis und Garth Greenwell etwas vom Besseren, was zeitgenössische (jüngere) Literatur zu bieten hat. Sofern man sie aushält.